Über den Tellerrand geguckt:

"Gemeinsam gesund bleiben!"

Humanitäre Katastrophe befürchtet: Gossner Mission beschließt Corona-Nothilfe

Millionen Menschen im globalen Süden haben trotz der Corona-Krise keinerlei Möglichkeit, sich zu isolieren und auf Distanz zu gehen. Für sie bedeutet der „Lockdown“ ein Zusammenleben auf engstem Raum, ohne fließendes Wasser, in großer Hitze unter Wellblechdächern. Darauf macht die Gossner Mission aufmerksam. Vor allem bedeute die Ausgangssperre aber auch, dass Hunderttausende Tagelöhner und Wanderarbeiter ohne Einkommen sind. Die Gossner Mission hat ihren Partnern eine Soforthilfe von insgesamt 50.000 Euro zugesagt. Das Werk ruft zu Spenden auf.

„In den Ländern des globalen Südens zeichnet sich eine humanitäre Katastrophe ab“, betont Christian Reiser, Direktor der in Berlin ansässigen Gossner Mission. „Darüber hinaus sind die Gesundheitssysteme vielfach so marode, dass sie einer Epidemie nicht gewachsen sein werden.“

In Nepal etwa liegt das öffentliche Leben seit dem 24. März brach; alle Grenzen sind geschlossen. Ebenso wie im Nachbarland Indien trifft das vor allem diejenigen, die ohnehin auf der Straße leben und sich normalerweise als Rikschafahrer, Schuhputzer oder Straßenverkäufer durchs Leben schlagen. „Viele fürchten den Hunger mehr als Covid 19“, so Reiser.

An der indisch-nepalischen Grenze spielen sich dramatische Szenen ab: Hunderttausende ArbeitsmigrantInnen, die normalerweise auf Baustellen in Indien arbeiten und wohnen, waren gezwungen, diese zu verlassen. Sie wollen zurück in ihre Heimat, werden an der Grenze jedoch aufgehalten. Andere nehmen den Weg über lange, gefährliche Bergpfade in Kauf, um die Sperrungen zu umgehen. „Die meisten dieser Menschen stammen aus ländlichen Regionen Nepals. Viele sind Analphabeten. Ihnen ist nicht bewusst, wie wichtig nun Distanz und andere Präventivmaßnahmen sind. Unsere Partner vor Ort sind daher in großer Sorge“, berichtet Reiser. „Die Gefahr wird von Tag zu Tag größer.“ Gerade jetzt sei es wichtig, internationale Solidarität zu leben.

Auf Bitten der Partner in Nepal, Indien, Sambia und Uganda hat die Gossner Mission eine Corona-Nothilfe beschlossen. Geplant sind Gesundheitsaufklärung, der Ankauf medizinischen Materials, Unterstützung beim Aufbau von Isolierstationen sowie die Verteilung von Lebensmitteln und Hygiene-Kits an besonders Bedürftige. Die Soforthilfe umfasst zunächst 50.000 Euro. Die Gossner Mission bittet unter dem Motto `Gemeinsam gesund bleiben´ um Spenden. Christian Reiser: „Wir bitten die Menschen hierzulande, all jene nicht zu vergessen, die schon vor der Corona-Krise in großer Not waren.“

 

Spendenkonto:

Gossner Mission, Evangelische Bank

IBAN: DE35 5206 0410 0003 9014 91

BIC: GENODEF1EK1

Kennwort: Corona-Hilfe

 

Pressekontakt: Jutta Klimmt | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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